Buch „Die KI war’s“

Katharina Zweig hat ein schönes Buch mit dem Titel „Die KI war’s! Von absurd bis tödlich: Die Tücken der künstlichen Intelligenz“ verfasst, über das ich hier berichten möchte.

Immer mehr, oft lebenswichtige Entscheidungen, werden den Algorithmen der sog. „künstlichen Intelligenz“ (KI) überlassen. Katharina Zweig schildert (alltägliche?) Fälle missglückter Entscheidungen:

  • polizeiliche Massnahmen (wie z.B. Verhaftungen – der Fall von Robert Williams, Kap. 7);
  • Wohnungs-Vergabe (der Fall von Samantha Lee Johnson, Kap. 8);
  • Erhalten von Sozialleistungen (der Fall MiDAS in Michigan, Kap. 9);
  • Depressionserkennung auf Instagram (Kap. 10);
  • Noten-Vergabe (ChatGPT, Kap. 16)
  • Account-Sperren (der Fall von Thomas Langkabel, Kap. 17);
  • richterliche (Wert-)Urteile (Kap. 19);
  • der Tod von Elaine Herzberg durch ein selbstfahrendes Uber-Auto (Kap. 12).

Die Beispiele sind gut gewählt und mit weiterführenden Anmerkungen gespickt, dazwischen immer wieder fachkundige Erläuterungen. Es geht massgeblich darum, zu ethisch verantwortbaren Entscheidungen zu kommen – um KI-Ethik also!

Mich hat das Buch von Katharina Zweig überzeugt durch ihre kritische Grundhaltung, durch ihre verständliche Darstellung komplexer Sachverhalte und durch ihre konstruktiven Überlegungen, unter welchen Bedingungen wir „Sprechakte“ (Entscheidungen) von Maschinen im Sinne der Sprechakt-Theorie von Austin akzeptieren könnten.

Quelle: Zweig, K. (2023). Die KI war’s! Von absurd bis tödlich: Die Tücken der künstlichen Intelligenz. Heyne.

Keine Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Archive
Kategorien