Neujahrsempfang 2023 der „Freunde“

Gestern abend war es wieder soweit: Die Stiftung Universität Heidelberg und die Gesellschaft der Freunde Universität Heidelberg (GdF) hatten zu einem Neujahrsempfang am Freitag, 20. Januar 2023, 18 Uhr ins Hotel „Der Europäische Hof“ eingeladen, wo sich etwa 150 Universitätsfreunde sowie Stipendiaten unserer Aktion UniHDhilft getroffen haben. Der Rektor unserer Universität (qua Amt Vorstandsmitglied in beiden Förderorganisationen) war eingeladen, konnte aber nicht teilnehmen.

Nach kurzer Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden der GdF, PD Dr. Thorsten Helm, fand die nachträgliche Übergabe eines Ruprecht-Karls-Preises durch die Vorsitzende der „Stiftung Universität“, Dr. Monika Vierheilig, an Dr. Ángela Calderón Villarino statt. Der Preis wurde bereits 2021 an Frau Dr. Calderón Villarino für ihre ausgezeichnete Promotion vergeben, konnte damals aber pandemiebedingt nicht ausgehändigt werden – dies wurde nun nachgeholt.

Dr. Ángela Calderón Villarino mit der Vorsitzenden der Stiftung Universität, Dr. Monika Vierheilig

Im Anschluss daran gab es den Festvortrag „Russlands Krieg gegen die Ukraine: Geschichtsnarrative und Erinnerungskonflikte“, der sehr lebendig und höchst informativ von Prof. Dr. Tanja Penter (Historisches Seminar der Universität Heidelberg) vorgetragen wurde.

Prof. Dr. Tanja Penter (Historisches Seminar der Universität Heidelberg), beim Festvortrag

Der Vortrag stellte die aktuellen Entwicklungen in den größeren Kontext der konkurrierenden Geschichtsbilder und Erinnerungskulturen in der Ukraine und Russland seit dem Ende der Sowjetunion. Es wurde gezeigt, dass dem Gedenken an die Opfer des Stalinismus in der Ukraine eine neue Verherrlichung Stalins in Russland gegenübersteht. Zudem wurde diskutiert, wie sich die deutsche Osteuropawissenschaft der aktuellen Herausforderung einer kritischen Selbstreflexion stellen kann und welche Chancen die Neuorientierung bietet. – Im Anschluss an den Vortrag wurde lebhaft diskutiert.

Tanja Penter ist Professorin für Osteuropäische Geschichte am Historischen Seminar der Universität Heidelberg. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der ukrainischen und russischen Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts. Sie ist Sprecherin des gerade von der DFG bewilligten Heidelberger Graduiertenkollegs „Ambivalent Enmity“ sowie neue wissenschaftliche Leiterin der Forschungsstelle Antiziganismus am Historischen Seminar. Zudem ist sie Mitglied in mehreren wissenschaftlichen Beiräten (DHI Moskau, Deutsch-ukrainische Historikerkommission, Deutsch-russische Geschichtskommission, Institut für Zeitgeschichte München, Nord-Ost-Institut Lüneburg, Senat der jüdischen Hochschule Heidelberg, Historische Zeitschrift, Stiftung Gedenkstätten Buchenwald).

Die Begrüßung und den Vortrag von Frau Prof. Penter konnten etwa 40 zugeschaltete Freundinnen und Freunde aus der Ferne online via Zoom verfolgen. Schade, denn die jetzt wieder mögliche Präsenz schafft ganz andere Möglichkeiten zum sozialen Austausch. Das nächste Fest kommt bestimmt!

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