
Das Jahr 2025 geht zu Ende – Gelegenheit für eine Rückschau (auf unser Institut, auf die Weltlage, auf mich). Am Institut hat sich einiges verändert. Vor allem ist es die Verjüngung des Personals (hier und hier), die einen wesentlichen Fortschritt darstellt. Ansonsten gibt es nicht viel Erfreuliches zu berichten.
Leider haben sich ein paar Baustellen nicht so entwickelt, wie man sich das gewünscht hätte. Ich nenne nur zwei Baustellen: Den Schimmelbefall im ZVL (das Zentrale Verhaltenslabor; verbunden mit dessen Sperrung seit 09/2024) und den seit 2023 geplanten Umbau des Bibliotheksflügels. Wie heißt es so lapidar aus dem Mund unseres Kustos: „Alle Bauarbeiten verzögern sich auf unbestimmte Zeit. Ursache dafür sind Störungen im Betriebsablauf des Bauamtes.“
Und natürlich beeinflussen weltpolitische Ereignisse die Wissenschaft:
Der seit 2022 andauernde Krieg Russlands gegen die Ukraine kostet nicht nur viele und unnötige Menschenleben, sondern auch viel Geld (Milliarden!), das der Bildung fehlt. Andere, z.T. noch nicht bedachte Auswirkungen beschreibt der Wissenschaftsblogger Jan Martin Wiarda hier sehr eindrücklich!
Außerdem leidet die ganze Welt unter der Wissenschaftsfeindlichkeit der amerikanischen Regierung unter Donald Trump (siehe hier und dort). Möge dessen Stern bald sinken! Wie mag das bei uns in der BRD weitergehen nach der nächsten Bundestagswahl 2029, bei der sich möglicherweise eine neue Regierung mit anti-demokratischen Zielen bildet (ich habe etwas Angst davor)?
Über die im Hintergrund weiter sich zuspitzende Klimakatastrophe wird kaum noch gesprochen – wie tragisch! Gut, dass dieser Blog das Klima immer wieder zum Gegenstand macht (siehe hier)!
Und auch auf der persönlichen Ebene ergibt der Jahresrückblick 2025 keine hoffnungsfrohe Botschaft: Die Degeneration meiner Basalganglien scheint fortzuschreiten – ich stürze häufiger als zuvor und ich brauche inzwischen Begleitung. Wegen der Apraxie meiner linken Hand sind Rollatoren und andere Gehhilfen ziemlich nutzlos. Dank an alle, die mir in diesen schwierigen Zeiten helfen, vor allem an meine Frau Marlene!
Was mir gut gefallen hat: Die mir zugedachte Festschrift ist 2025 erschienen! Wie toll! Was mir auch gefallen hat: Ich konnte drei Aufsätze (2x für Sammelbände, 1x Journal) einreichen, die hoffentlich in 2026 erscheinen. So ganz kann ich es mit dem Schreiben und Publizieren nicht lassen – außerdem habe ich 46 Blog-Beiträge (mit diesem hier) verfasst, einen mehr als ich Stürze in 2025 zu verzeichnen hatte.
Und natürlich schreibe ich an einem neuen Beitrag für das Heidelberger Jahrbuch 2026 zum Thema „Meilensteine“. Im Sommer 2026 soll auch endlich der HCE-Sammelband “Umwelt interdisziplinär” bei HeiUP erscheinen, in dem ich an zwei Kapiteln beteiligt bin, die schon 2021 (Umweltpsychologie) bzw. 2022 (Risiko) fertiggestellt wurden. Manches läuft einem nach…
In meinem Willkommensgruß 2025 habe ich (in Anlehnung an Giovanni di Lorenzo) von der Pflicht zur Zuversicht gesprochen – auch die soll am Jahresende nochmals in Erinnerung gerufen werden! Ich werde zuversichtlich ins neue Jahr 2026 starten und versöhnlich auf das Jahr 2025 zurückblicken! Das wünsche ich Ihnen auch!
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