10. Praktikumskongress

Zum 10. Mal hat der Praktikumskongress stattgefunden – insgesamt 31 Gruppen (die höchste Zahl, die je erreicht wurde) haben sich diesmal mit einem Poster beteiligt! Als jemand, der alle 10 Kongresse besucht und eine Reihe davon (mit-)organisiert hat, empfinde ich große Freude über diesen Zustand!

Während die inhaltliche Qualität der Beiträge die üblichen Auf-und-Abs aufweist (mit einem klaren Trend zu wettbewerbsfähigen Themen), hat sich im Laufe der Jahr – nicht zuletzt bedingt durch wachsende technische Möglichkeiten – die optische Qualität dramatisch verbessert. Hingen in der Anfangszeit tatsächlich noch Din-A4-Seiten voll Schreibmaschinentext nebeneinandergeklebt an der Wand, ist die heutige Posterwelt natürlich hochprofessionell farbig bebildert. Der angesprochene Trend nach oben bei den Inhalten macht sich daran fest, dass eine Reihe von Postern gute Chancen hätte, bei einem nationalen Kongress auszuhängen (tatsächlich habe ich von solchen Fällen gehört).

Dass der Springer-Verlag als Sponsor der Preise für die drei besten Poster auftritt (Frau Wahl, Herr Coch: Danke!) und dass die Alumni Psychologici seit Jahren für das leibliche Wohl der Gäste und Teilnehmer sorgen, ist ebenfalls ein Dankeschön wert! Und bei allem Wettbewerb gilt natürlich das olympische Motto „Dabeisein ist Alles“ – denn ein Blick in die Auswertungsergebnisse der Posterbeurteilungen zeigt, wie dicht das Feld zusammenliegt und dass die ersten drei häufig nur ganz knapp vor den nachfolgenden Postern liegen. Der spielerische Wettbewerb soll Leistung stimulieren und nicht Ellbogen-Mentalität provozieren.

Übrigens hat Heidelberg hier nur knapp verpasst, die bundesweite Führung einzunehmen: im Sommer 1991 hat der FB Psychologie an Uni Trier unter Leitung von Dieter Bartussek dies Konzept erstmals praktiziert – Manfred Amelang hat es später (24.10.1997) als 2. deutsches PI in Heidelberg repliziert und damit unsere heutige Tradition begründet!

Die Trierer Psychologen hatten übrigens am 28.7.06 ihren 15. Empiriepraktikumskongress, zu dem ich als Festvortragender eingeladen war und über ein Thema reden durfte, das für mich vor fast 30 Jahren seinen Anfang in Trier genommen hat: „Experimentelles Denken und experimentelle Denkpsychologie“ – eine Hommage an Walter Hussy who made me tick that way!

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