Kürzung der Psychotherapie-Honorare?

Honorarkürzung für Psychotherapeuten? Schlechter kann man Versorgung kaum organisieren. Ab 1.4.26 soll die Erstattung für ambulante Psychotherapie um 4.5% gekürzt werden.

Erst ein mageres Plus, dann der Griff ins Honorar: Genau so sieht derzeit die Realität der ambulanten Psychotherapie aus. Zum 1. Januar 2026 stieg der Orientierungswert um 2,8 Prozent, doch ab 1. April 2026 wurden psychotherapeutische Leistungen schon wieder um 4,5 Prozent gekürzt. Das ist eine bodenlose Geringschätzung eines Berufsstands, der seit Jahren unter hoher Nachfrage, wachsender Krankheitslast und politischem Dauerlob arbeitet. Wer psychisch kranken Menschen helfen will, darf nicht ausgerechnet dort sparen, wo Versorgung tatsächlich stattfindet: in den Praxen.

Es ist immer dasselbe Muster: Alle reden von der wachsenden psychischen Belastung in der Gesellschaft, von Depressionen, Angststörungen, Erschöpfung und überlangen Wartezeiten auf Therapieplätze. Und dann kommt irgendjemand auf die glorreiche Idee, ausgerechnet bei den Psychotherapie-Honoraren zu kürzen. Man muss es so deutlich sagen: Das ist gesundheitspolitischer Unsinn.

Psychotherapie ist kein Luxus und kein nettes Zusatzangebot für empfindsame Gemüter. Sie ist ein zentraler Teil der Versorgung. Wer hier kürzt, spart nicht klug, sondern beschädigt gezielt ein System, das ohnehin längst unter Druck steht. Schon heute warten viele Patientinnen und Patienten viel zu lange auf Hilfe. Praxen arbeiten am Limit. Der Nachwuchs sieht ein Feld mit hoher Verantwortung, viel Bürokratie und politisch unsicheren Rahmenbedingungen. Und die Antwort soll ernsthaft lauten: weniger Geld? Die letzte Erhöhung fand 2017 statt (siehe hier).

Das ist nicht rational. Denn die Rechnung ist simpel: Schlechtere Bedingungen in der Psychotherapie führen nicht zu weniger psychischen Erkrankungen, sondern zu schlechterer Versorgung. Die Probleme verschwinden nicht. Sie werden nur verschleppt — und später teurer, menschlich wie ökonomisch.

Wer Psychotherapie-Honorare kürzen will, hat entweder die Lage nicht verstanden oder nimmt eine Verschlechterung der Versorgung billigend in Kauf. Beides ist unerquicklich. Was gebraucht wird, sind keine Kürzungen, sondern Verlässlichkeit, Respekt vor professioneller Arbeit und endlich eine Politik, die psychische Gesundheit ernsthaft absichert.

So einfach ist das.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) kündigt Klage an, tausende Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten gingen protestierend auf die Straße, auch in Heidelberg. Die RNZ berichtete.

PS: Dieser Blog wurde von ChatGPT5.4 mit dem Prompt „mache den Text wütend“ bearbeitet.

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